Ein selbstgemachtes Handicap!

verbessert

StR Reinhard Lerchbammer

Wussten Sie, dass Studenten, die zum ersten Mal in Leoben ihren Hauptwohnsitz anmelden, eine Studentenförderung bekommen?

Sicherlich haben Sie davon gehört. Aber wozu das Ganze, warum eine Förderung, und welche Kriterien gibt es hier?

Diese Förderung wurde 2011 auf Wunsch der ÖVP Leoben eingeführt. Ziel war es, Leoben für a l l e Studenten attraktiv zu machen, und sie gleichzeitig zu fördern.

Die Stadt Leoben profitiert auf der einen Seite direkt durch erhöhte Bundesertragsanteile aufgrund der höheren Anzahl an Hauptwohnsitzen und auf der anderen Seite wird der Handel durch die Förderung in Form von LE-Gutscheinen belebt.

Seit Beginn der Förderung war ein deutlicher Anstieg der Bevölkerung in Leoben zu bemerken, dieser spiegelt sich in der Einwohnerzahl mit knapp über 28.000 Personen wider.

Sie fragen sich: Wo ist hier der Haken?

Diese Förderung bekommen nur auswärtige Studenten. Alle Leobner, die sich entschließen hier zu studieren, bekommen diese Förderung nicht.

Hier darf ich Altbürgermeister Konrad zitieren – „Warum soll ich (Anm.: als Stadt Leoben) unsere Leute fördern, für die ich sowieso schon das Geld bekomme?“

Ein sozialistischer Gedanke, der unter Bürgermeister Wallner weiter existiert. Nun wurde sogar eine Lehrlingsförderung beschlossen, die auswärtige Lehrlinge fördert, die ebenfalls ihren Hauptwohnsitz in Leoben anmelden.

Mit dieser Zweiklassengesellschaft muss endlich Schluss sein!

Ich trete schon dafür ein, dass wir als Stadtgemeinde Lehrlinge und Studenten fördern, doch a l l e, auch unsere Leobener! Wo kommen wir denn hin, wenn wir auf unsere eigenen Leute „vergessen“. Eine Vorzeigeuniversität in Leoben mit Handicap für Leobener. Und auch für Lehrlinge ist es ein Handicap, LeobnerIn zu sein.

Wir fordern deshalb, dass die SPÖ – Rathausmehrheit unserer Forderung nach einer allgemeinen Studenten- und Lehrlingsförderung nachgibt und endlich auch die Leobener berücksichtigt!